Als ich von dem Erdbeben in Chile gehört habe, habe ich sofort an Nacho gedacht und mir ist aufgefallen, dass er sehr dicht bei einigen besonders stark zerstörten Städten, über die berichtet wurde, wohnt. Heute Nacht hat er sich endlich bei mir über Facebook gemeldet. Ihm und seiner Familie geht es gut, sie wohnen am Stadtrand in einem eigenen Haus, das das Beben gut überstanden hat.
Die Innenstadt seiner Chilenischen Heimatstadt Los Angeles dagegen ist zerstört, genauso wie viele Autobahnen und Brücken. Da in den letzten Tagen die Strom- und Wasserversorgung ausgefallen war, konnte sich Nacho nicht früher melden. Er hat mir erzählt, dass viele Supermärkte zerstört sind und viele Angst vor Plündererungen haben. Nachts gibt es eine Ausgangssperre, die von der Polizei und dem Militär streng überwacht wird. Dabei sind sogar schon Menschen in Schießereien gestorben, die sich nicht daran gehalten haben und als Plünderer verdächtigt wurden.
Während des Erdbebens war Nacho in einer Disco, die zum Glück nicht eingestürzt ist, es war aber trotzdem “total scheisse”. Jetzt ist Nacho wach und muss es diese Nacht auch bleiben, um das Haus mit seiner Familie zu bewachen. Die Polizei allein kann nicht mehr für Sicherheit (vor Dieben) garantieren.
Das ist alles nach den bisherigen Informationen geschrieben, die ich von Nacho bekommen habe. Ich hoffe, ich habe alles richtig verstanden und kann es in den nächsten Tagen noch ergänzen.

